Wie funktioniert eigentlich Videostreaming?
Unter dem Begriff “Videostreaming” versteht man die opto-akustische Live-Übertragung von Ereignissen, die so im Internet verfolgt werden kann. Es ist hier gewissermaßen von der Nachfolge der im Bereich des Fernsehens bekannten “Live-Sendung” die Rede – oder auch von jenem Programm, welches zeitecht von einer Medienanstalt in das Internet eingespeist wird.
Was versteht man unter Videostreaming?
Hier geht es nämlich nicht um Rundfunk- und Fernsehtechnik, die bereits nicht mehr verwendet wird. Umgekehrt dienen moderne Fernsehgeräte dazu, Internetinhalte abrufbar zu machen, insbesondere jene, die in ihrer Machart und Aufmachung an die ehemalige “Fernseh”-Sendung als solche erinnert. Datenraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erlauben eine präzise und schnelle Darstellung von Medieninhalten, auch bei geringeren Geschwindigkeiten kann ein Zuschauer bereits den Eindruck eines laufenden Filmes erhalten. Hierfür sind Rechner mit Arbeitsspeichern von einem oder mehreren Gigabyte ebenso wie mit schnellen Prozessoren umso geeigneter – da sich genau diese technischen Entwicklungen in fortschreitendem Maße im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts herausgebildet haben, wurde es auch von den Unternehmern immer mehr akzeptiert, laufende Radio- und Fernsehprogramme über das Internet zur Verfügung zu stellen. Frühere Empfangsgeräte gelten somit durch den modernen PC als vollständig überholt. Die Idee des Videostreaming besteht somit bereits seit den Anfängen des Internet – jedoch erst DSL, UMTS bzw. LTE können dies in einer annehmbaren Weise für ein breites Publikum auch zugänglich machen.
Die Webcam – das private Fernsehen
Ebenfalls völlig verschieden von Fernsehtechnik, jedoch mit demselben Reiz versehen ist die Technik der Webcam. Eine Kamera speist die aufgenommenen Bilder in Echtzeit in das Internet und macht sie vorher definierten Nutzerkreisen zugänglich. Es kann sich hier (im Rahmen eines Chat-Programms) um eine einzelne Person handeln – ebenso wie auch um den öffentlichen Leserkreis einer Webseite, die Bilder aus Webkameras präsentiert.
Die Archivvariation des Streaming
Es gibt – unter denselben technischen Voraussetzungen – aber auch Abwandlungen dieser Technik. Etwa bieten viele Sendeanstalten – weltweit – das Produkt “Video on demand” an. So bekommt jeder Zuschauer, der eine Sendung zum eigentlichen Sendezeitpunkt “verpasst” (und nicht aufgenommen) hat, die Möglichkeit, diese nachträglich abzurufen. “Video on Demand” unterscheidet sich hierbei vom an denselben Stellen angebotenen “Podcast-Archiv” dadurch, dass nur die Podcasts zum Herunterladen zur Verfügung stehen. Das “Video-on-Demand”-Produkt kann der Zuschauer direkt vom Server des Unternehmens ansehen, aber nicht selbst als komplette Datei auf seinen Rechner übertragen. Beide Merkmale nun (die des “On-Demand” und des “Podcast” gleichzeitig) verwirklichen die “Videoplattformen” (als bekanntestes Beispiel fungiert “Youtube”). Hier kann man sowohl Videos selbst hochladen, als auch direkt vom Server der Firma betrachten oder eben zusätzlich herunterladen.
Für Wissenschaft und Bildung
Doch diese Technik dient nicht nur der reinen Unterhaltung. Das Videostreaming (insbesondere auch in seinen archivbezogenen Abwandlungen) dient Universitäten dazu, Lehrveranstaltungen über das Internet zu übertragen. So können Studenten, die fehlen (wollen), diese Gelegenheit für eine lückenlose Verfolgung ihrer Prüfungsinhalte nutzen – jedoch auch externe Interessierte erhalten teilweise oder vollständig Zugang zu Lehrmaterialien, Vorträgen oder wissenschaftlichen Ausarbeitungen, so wie sie direkt in der Bildungsanstalt präsentiert werden. Dieser Service besteht sicherlich noch nicht bei allen Universitäten, aber mehr und mehr “gehen Unis online” – in aller Vollständigkeit. Dies betrifft auch einige deutsche Hochschulen, jedoch wird das Videostreaming in anderen europäischen Staaten stärker vorangetrieben.
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