Auf Twitter kann man jetzt auch Videos posten

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist einer der Webdienste, deren Aufstieg sehr steil von statten ging. Mit der Möglichkeit, Kurznachrichten an andere Mitglieder zu senden, schaffte es der Microblogging-Dienst inzwischen auch auf mehrere Millionen Mitglieder.

Neues Tool

Mit Twitcam gibt es nun ein neues Tool für Twitter. Es erlaubt den Usern, über ihren Account live Videos zu streamen. Damit können Twitter-Nutzer nun ihre Follower live an ihren Video-Inhalten teilhaben lassen. Da jedes Video bei Twitcam eine eigene URL-Adresse erhält, kann es auch im Nachhinein noch angesehen werden. Durch die direkte Verknüpfung des Dienstes mit Twitter ist es möglich, dass während des Streams auch miteinander gechattet werden kann. So wird ein interaktiver Austausch ermöglicht, während der Stream läuft. Die Benutzung von Twitcam ist einfach. Auf der Seite ist ein Login mittels Twitter-ID möglich. Wer noch keine hat, kann sich aber auch direkt neu anmelden. Danach geht alles recht schnell. Man wählt die Video-Quelle aus, von der aus man den gestreamten Inhalt beziehen möchte und schon kann es losgehen. Dank der festen URL, die man für den Stream erhält, kann man Interessenten schon vorher über den Stream informieren. Wer außerhalb der “Sendezeit” auf die Seite kommt, bekommt eine offline-Anzeige zu sehen. Um die Interaktivität zu fördern, werden in einer Ecke des Bildschirms die Tweets angezeigt, die zeitgleich laufen. So können direkt zum Inhalt Fragen gestellt werden, die der Streamer dann auch gleich mit einbeziehen kann. Dadurch eignet sich Twitcam auch durchaus für Webinare oder ähnliche Formen der Online-Schulung.

Neue Möglichkeiten

Das Streaming-Tool bietet durchaus interessante Möglichkeiten. So wäre es in der Zukunft gerade für den Bereich Journalismus sicherlich spannend, wenn aus Krisengebieten nicht nur, wie bislang, via Twitter Textnachrichten gesendet würden, sondern wenn von dort auch die Situation live gezeigt werden könnte. Auch die angesprochenen Web-Schulungsdienste können von der Twitcam profitieren. Die Vorlesung einer Universität muss nicht mehr nur denjenigen vorbehalten sein, die sich gerade im Hörsaal befinden. Auch Studenten von zu Hause, oder solche, die den Studiengang als Fernstudium studieren, können dem Dozenten dann folgen und sich sogar in das Geschehen einbringen.

Neues Potential

Vor allem Unternehmen, die ja bislang auch schon recht rege Gebrauch von Twitter machen, könnten besonders von dem neuen Dienst profitieren. So kann einfach eine neue Form von Inhalten auf sehr schnelle und einfache Weise dem gewünschten Nutzerkreis zur Verfügung gestellt werden. Für viele Projekte, die international arbeiten oder einfach von der Vernetzung mehrerer Personen an verschiedenen Orten leben, kann Twitcam auch ein nützliches Tool sein. Schlussendlich kann aber auch der ganz “normale” Internetnutzer, der seine Freunde und Bekannten gerne mit einem Videocast auf dem Laufenden halten möchte mit Twitcam live mit diesen in Verbindung treten. Und vielleicht bieten sich so ja auch für die Live-Übertragungen von Sportereignissen neue Möglichkeiten. Bislang sind diese meist nur nach dem Kauf eines Abos für einen Pay-TV Kanal live zu verfolgen. Dies könnte sich aber ändern, wenn im Prinzip jeder mit einem Smartphone live aus dem Stadion berichten kann.

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